Perlenfibel

 

Die Bildung der Perlen

 

Perlen entstehen in Muscheln oder Schalentieren, die zu den Mollusken gehören. Sie leben sowohl im Salzwasser der Ozeane als auch im Süßwasser von Flüssen und Seen. Perlenähnliche Gebilde können in allen Mollusken entstehen, perlbildend sind dagegen nur wenige Arten. Im Salzwasser sind es die der Gattung Pinctada und Pteria (für Mabe), im Süßwasser sind es die Gattungen Margaritifera, Unionida, Cristaria, Anodonta sowie Hyriopsis. Manchmal entstehen Perlen aber auch in Meeresschnecken, hauptsächlich in den Gattungen Haliotis (Abalone) und Strombus (Conch Schnecke).

 

Perlen bilden sich, wenn ein Fremdkörper in die Muschel ein- dringt. Er kann dann vom Epithelgewebe des Mantels mit einem Perlsack umhüllt werden und der scheidet winzige, nur etwa eintausendstel Millimeter große sechsseitige Täfelchen aus Calcuimkarbonat in Form von Aragonit aus. Verbunden werden die Plättchen mit einer organischen Hornsubstanz, dem Conchyn, und zusammen bilden sie dann das Perlmutt.

Man teilt die Perlen in zwei große Gruppen ein: die Natur- oder Orientperlen und die Zuchtperlen (engl. cultured pearls, franz. perles de culture).

 

Naturperlen entstehen, wenn ein Fremdkörper (z.B. Sand- korn, Schalenstückchen durch Verletzung, aber auch organi- sches Material wie etwa Würmchen oder eine Krabbe) zufällig in die Muschel eindringt. Der Name Orientperle bezieht sich auf den Persischen Golf, der von Europa aus im Osten, im Orient, gelegen ist. Dort wurden schon immer die schönsten natürlichen Perlen gefunden. Mit dem Aufkommen der Zucht- perlen wird heute kaum noch nach Orientperlen getaucht. Das Zentrum für den Orientperlhandel befindet sich traditionell in Bahrain am Persischen Golf. Bei den Zuchtperlen wird dagegen der Muschel ein künstlicher Kern oder ein Stückchen aus Fremdepithelgewebe eingepflanzt. Doch ob natürlich oder künstlich, die umhüllende Perlmuttschicht ist bei beiden gleich und nur sie ist für die Schönheit und die Faszination einer Perle verantwortlich.

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